Ver­eins­ge­schich­te

Die Grün­dung.

 

Gegrün­det wur­de der Stemm- und Ring­klub Ror­schach 1909 durch die Gebrü­der Pfiff­ner. Wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges war das Ver­eins­le­ben still­ge­legt. Erst 1947 wur­den die sport­li­chen Bezie­hun­gen zu den Nach­bar­staa­ten Deutsch­land und Öster­reich wie­der auf­ge­nom­men. Mit Städ­te­wett­kämp­fen kam wie­der Leben in den Ver­ein. Zu Beginn der Sech­zi­ger­jah­re befand sich der Ath­le­tik-Sport erneut an einem Tief­punkt. Wil­li Eggart, René Kern und Fritz Tol­ler zeig­ten zwar gute Ein­zel­leis­tun­gen, für eine Mann­schaft waren aber sechs Mann nötig. Zusam­men mit Erwin Kol­ler, der den admi­nis­tra­ti­ven Bereich regel­te, hiel­ten sie in die­ser schwie­ri­gen Zeit die Ver­eins­fah­ne aufrecht.

Die Gebrü­der Graber.

1963 nah­men Dani­el und Linus Gra­ber das Trai­ning auf. Ein Jahr spä­ter wur­den sie bereits Junio­ren-Schwei­zer­meis­ter. Auf­se­hen erreg­ten Ste­fan, Tho­mas, Dani­el und Linus Gra­ber 1969 als Fami­li­en­quar­tett, das den erst­mals aus­ge­tra­ge­nen Schwei­zer Cup gewann. Sie und das Gebrü­der­paar Alber­gat­ti setz­ten die Erfolgs­se­rie bis 1985 mit 15 Mann­schafts­ti­teln fort. Roland Stie­ger und Robert Rich­ner ergänz­ten die 1. Mann­schaft eben­falls. Ab 1976 qua­li­fi­zier­te sich auch der fünf­te Bru­der Mar­tin für die 1. Mann­schaft und schiess­lich hol­te sich 1984 auch der jüngs­te, Leo Gra­ber, wie alle sei­ne älte­ren Brü­der einen Titel als Schweizermeister.

Wei­te­re Ror­scha­cher Schweizermeister.

Die fol­gen­den, zum Teil mehr­fa­chen Titel­trä­ger hoben oder heben noch alle eben­falls erfolg­reich für den ASR: Kon­rad Frei, Karl Frau­en­knecht, Sepp Rie­de­ner, René Kel­ler, Roland Zim­mer­mann, Franz Rie­der, Cle­mens Dud­ler, Phil­ipp Gra­ber (links), Rapha­el Gra­ber, Urs Kern, Gior­gio de March, Felix Tobler, Val­mir Mori­na, Roland Gra­ber, Miguel Sar­gen­ti (unten), Jonas Auf­den­blat­ten und Tan­ja Schmid.

Die zwei­te Generation.

Von 1988 bis 1996 stand mit Chris­toph Gra­ber ein star­kes Zug­pferd an der Spit­ze des Ver­eins. Als Juni­or qua­li­fi­zier­te er sich 1991 für die Eli­te-Welt­meis­ter­schaft in Donau­eschin­gen (D) und hob 1995 an der Euro­pa­meis­ter­schaft in War­schau mit. Auch er errang zahl­rei­che Meis­ter­ti­tel und stell­te gross­ar­ti­ge Schwei­zer­re­kor­de auf. Eben­falls zu Meis­ter­eh­ren kamen sei­ne Cou­sins, Phil­ipp und Rapha­el Gra­ber. Auch die Nach­kom­men von Dani­el und Ste­fan sind/waren aktiv an der Han­tel: Domi­nik (Ver­eins­meis­ter 2011), Andre­as und Roland (Ver­eins­meis­ter 2012).

Ver­eins­meis­ter.

Die 1970 ein­ge­führ­te Ver­eins­meis­ter­schaft war schwie­ri­ger zu gewin­nen, als ein Schwei­zer­meis­ter­ti­tel, hat­te der ASR doch meis­tens drei oder mehr Titel­trä­ger in sei­nen Rei­hen. Wäh­rend fast zehn Jah­ren blieb der Titel in der Fami­lie Gra­ber. Die meis­ten Erfol­ge ver­buch­te jedoch Cle­mens Dud­ler, der vom Ruder­sport an die Han­tel gefun­den hat­te, und zwi­schen 1993 bis 2007 zwölf Mal Ver­eins­meis­ter wur­de. Mit über 40Teilnahmen in Serie fällt Mar­tin Gra­ber in der Geschich­te der Ver­eins­meis­ter­schaft auf. Dabei gewann er den begehr­ten Titel fünf Mal.

Der Nach­wuchs.

Die ers­te Jugend­grup­pe unter Ste­fan Gra­ber in den Sieb­zi­ger­jah­ren führ­te zu gros­sen Erfol­gen. 2001 nahm Rapha­el Gra­ber die Idee sei­nes Onkels wie­der auf und brach­te eine viel­ver­spre­chen­de Grup­pe von Schü­lern und Jugend­li­chen zum Gewicht­he­ben. Lei­der wur­de ein regel­mäs­si­ges Trai­ning für alle, aus­ser dem zwei­fa­chen Ver­eins­meis­ter Val­mir Mori­na, beim Ein­tritt in die Leh­re zuviel. Seit Mit­te bzw. Ende 2015 sind aber zwei wei­te­re Nach­wuchs­he­ber regel­mäs­sig im Trai­ning. Sirin, der Juni­or des X‑fachen Schwei­zer­meis­ters Cle­mens Dud­ler. Sirin konn­te sich schon zwei Schwei­zer­meis­ter Titel sichern im 2017 bei den Schü­lern und 2018 in der Jugend­ka­te­go­rie. Dazu kommt noch Ema­nu­el, der Sohn von Rapha­el Gra­ber, der zur Zeit noch Leicht­ath­le­tik als zwei­tes Stand­bein betreibt. Im 2018 gewann Ema­nu­el den Schwei­zer­meis­ter Titel bei den Schü­lern, sowie im 2022 und 2023 bei den Junio­ren. Dazu ist er Schwei­zer­re­kord­hal­ter im Stos­sen der Kat. 96kg. Gera­de ein­ge­stie­gen ist sein klei­ner Bru­der Niklaus (13 Jah­re), der schon eine sehr gute Tech­nik zeigt. Auch in der U23 Kate­go­rie sind mit Mert­gün Yil­maz und Marc Stei­ne­mann ambi­tio­nier­te Heber auf dem Sprung in die NLB.

Akti­ve Senioren.

Die Star­ken von einst blie­ben lan­ge dabei: 1991 errang Linus Gra­ber den Euro­pa- und Welt­meis­ter­ti­tel in der Alters­klas­se II, Dani­el Gra­ber den Euro­pa­meis­ter­ti­tel in der Alters­klas­se 1. Franz Rie­der war von 1991 bis 1996 unge­schla­ge­ner Schwei­zer­meis­ter bei den Senio­ren und krön­te sei­ne Kar­rie­re 1996 mit Gold an den Senio­ren World Mas­ters in Kana­da. Mit 58 Jah­ren erkämpf­te sich Linus Gra­ber 2002 in Atlan­ta die letz­te Mas­ters-WM-Gold­me­dail­le für den ASR. Seit 2015 ist der tech­ni­sche Lei­ter Urs Kern wie­der ver­mehrt aktiv an inter­na­tio­na­len Meis­ter­schaf­ten im Ein­satz. An den Euro­pa­meis­ter­schaf­ten erreich­te er bis­her: 2x Gold im 2019 und 2022, Sil­ber im 2021 und 2x Bron­ze im 2017 und 2018. Für eine WM Medail­le muss noch etwas “gear­bei­tet” werden.

Frau­en.

Das Team der Frau­en gibt so rich­tig Gas. Mit Team­lea­de­rin Tan­ja Schmid (links), die sich gera­de für die EM 2024 qua­li­fi­ziert hat, hebt die aktu­el­le Schwei­zer Meis­te­rin und Rekord­hal­te­rin der Kat. ‑64kg für uns. Dazu noch die Vize-Meis­te­rin der Kat. ‑71kg, Noë­mie Amrhein (unten). Bei­de sind in der NLA am Start. Dazu haben wir noch Mar­ti­na Wil­li und die Neu­ein­stei­ge­rin Maxi­me Zerndt in der 1. Liga. Eben­falls am Start in der 2. Liga sind Leo­nie GRa­ber und Ellen Kophal-Book. Wir freu­en uns aber immer über zusätz­li­che Hebe­rin­nen, die in einem gut betreu­tem Team an Wett­kämp­fen antre­ten wollen.

Aus­sich­ten für die Zukunft.

Auch heu­te ver­fügt der Ath­le­tik-Sport Ror­schach über eine brei­te Basis von 15 Hebern jeden Alters und schickt jeweils star­ke Dele­ga­tio­nen an die Ligawettkämpfe.

Aus­ser­dem sind auch noch ein paar Neu­an­kömm­lin­ge regel­mäs­sig im Trai­ning um unter kun­di­ger Lei­tung die Tech­nik zu erler­nen, um dann bereit zu sein für die ers­ten Wett­kämp­fe. Was dem ASR aber etwas fehlt ist der jun­ge Nach­wuchs zwi­schen zwölf und acht­zehn Jah­ren. Doch wir sind aktiv auf der Suche: sei es an Feri­en­päs­sen der Schu­len in der Regi­on oder jeweils im Früh­ling mit einem Stand an der OFFA in St. Gallen.

Der Ver­ein ist mit 38 Mit­glie­dern einer der gröss­ten in der Schweiz und ver­fügt über opti­ma­le Trai­nings­mög­lich­kei­ten. Die­se Chan­ce nüt­zen auch Sport­ler aus ande­ren Berei­chen: mit Judo, Rin­gen, Ame­ri­can Foot­ball, Rug­by, Ham­mer­wer­fen, Schwin­gen und Ski­fah­ren sind etli­che Sport­ar­ten bei uns im Lang­han­tel­trai­ning anzu­tref­fen. Auch von der Trend­sport­art “Cross­Fit” haben wir immer wie­der Gäs­te in einem Tech­nik­kurs oder aber die ASR’­ler besu­chen die “Boxen” der Sportler. 

Seit 2001 trai­niert der Ver­ein an der Indus­trie­stras­se 40b in Ror­schach. Mit gros­sem Ein­satz unse­rer Mit­glie­der wur­den die Räum­lich­kei­ten im Unter­ge­schoss in ein idea­les Trai­nings­lo­kal verwandelt.

Besu­chen Sie uns an einem unse­rer Wett­kämp­fe. Für einen Schnup­pe­r­a­bend im Gewicht­he­ben oder Fit­ness­trai­ning sind alle Inter­es­sier­ten am Mon­tag- oder Don­ners­tag­abend von 19.30 bis 22.00 Uhr herz­lich willkommen.

Für Schü­ler-/Nach­wuchs­trai­nings kön­nen auch ande­re Ter­mi­ne mit dem tech­ni­schen Lei­ter ver­ein­bart wer­den. Dies gilt auch für Tech­nik­kur­se im Gewicht­he­ben für ande­re Sportler.

Athletik Sport Rorschach
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